Gut besucht: Der erste Vortrag im neuen Jahr | Print |
Written by Heiko Sippel   
Friday, 01 February 2008 10:38

(Die Präsentation des Abends ist jetzt on-line und kann am Ende des Artikels heruntergledaden werden)

An die 80 Zuhörer füllten den Hörsaal 5g
Der Hörsaal 5G der Heinrich-Heine-Uni

Rund 80 Interessierte trafen sich am 31. Januar 2008 ab 18.30 Uhr im Institut für Informatik der Heinrich-Heine-Universität zur ersten Veranstaltung der Düsseldorfer Java User Group in diesem Jahr. Nach einem kompletten Relaunch des Auftritts und Erarbeitung eines neuen Konzeptes konnten sich die Leiter der rheinjug über großen Andrang freuen.

Nach der Umbenennung in rheinjug war dies die erste Veranstaltung, in der auch konzeptionelle Veränderungen bei der Organisation der regelmäßigen Treffen vorgenommen wurden. Die Einladungen wurden frühzeitig ausgesprochen, und trotz Karnevalsauftakt stellte sich ein Besucherrekord ein.

Das Quiz stellt einige Anforderungen an die Teilnehmer
Das Java-Quiz stellt einige Anforderungen

Schon eine kleine Tradition ist das Java-Quiz, bei dem die Hörer herausfinden müssen, was ein präsentierter Code-Schnipsel wohl für Auswirkungen hat. Die wenigen Zeilen Code stellen auch erfahrene Entwickler vor einige Schwierigkeiten, dafür winkten wie immer eine IntelliJ-IDEA-Lizenz und Fachbücher als Preis.

 

Java EE 5

Danach begann der 90-minütige Vortrag von Daniel Adelhardt, System-Architekt der Firma Sun Microsystems. Herr Adelhardt war eigens aus München angereist, um zunächst über neue Entwicklungen im Bereich der Java-Enterprise-Programmierung zu referieren.

 

Die Java-EE-Plattform war im Laufe der Zeit immer starken Modifikationen unterworfen, bis man nun in der Version 5 wieder etwas zu den Wurzeln zurückgekehrt ist. Dies bedeutet eine stärkere Fokussierung auf POJOs (Plain Old Java Objects). Dazu kommt konsequenter Einsatz von Inversion of Control (nach dem Spring-Vorbild) und Annotations (was Java 5 als Minimum-Version voraussetzt). Dadurch wurde die Flut von Deployment-Deskriptoren wieder eingedämmt, die von der Entwickler-Community immer wieder kritisiert worden war. EJB-Programmierung soll dadurch attraktiver werden.

Daniel Adelhardt von Sun Microsystems
Daniel Adelhardt von Sun Microsystems

Weitere große Anstrengungen wurden im Bereich der Persistenz-Mechanismen unternommen. Als Persistenz-Framework wurde unter anderem Oracles Toplink übernommen.

GlassFish

Im zweiten Teil des Vortrags wurde ausgiebig über Suns OpenSource-Applikationsserver GlassFish berichtet. Der Name ist Programm und soll die Transparenz während der Entwicklung widerspiegeln: Unter https://glassfish.dev.java.net/ kann sich jeder Interessierte über den Stand der Entwicklung informieren und auch eigene Vorschläge einbringen. Auf der anderen Seite beschreiben die GlassFish-Entwickler in eigenen Blocks ihre Tätigkeiten.

Das GlassFish-Logo
Der Glasfisch dient als Symbol für Transparenz

GlassFish implementiert natürlich die gesamte Spezifikation von Java EE 5 und liegt mittlerweile in der Version 2 vor. Performance-Tests zeigen, das GlassFish mit allen weiteren vergleichbaren Produkten mithalten kann und an Leistung viele sogar übertrifft. Die Version 3 wird stärker modularisiert ausfallen, so dass man sich seinen Applikationsserver aus einzelnen Profilen zusammenstellen kann.

Dieser Teil des Vortrags war vor allem für System-Administratoren interessant, die über Alternativen nachdenken. Daher wurden zu diesem Thema etliche Fragen gestellt. Für genauere Informationen kann man sich natürlich jederzeit an die Firma Sun wenden, die auch einen (kommerziellen) Support anbietet.

 

Afterwork...

Zum Abschluss trafen sich noch ein paar Teilnehmer zu Bier und Wein im Schalander, das an diesem Abend auffallend leer war. Dies mag an dem Zettel an der Eingangstür liegen: "Seit 1980 karnevalsfrei!"

 

Sun Microsystems
Sponsor des Abends: Sun Microsystems

 

Danksagung

Wir wollen nicht vergessen zu erwähnen, dass die Firma Sun Microsystems für das Essen und die Getränke des Abends gesorgt und einige Preise für die Verlosung gestiftet hat. Vielen Dank dafür.

 

Un natürlich noch ein großes "Danke" an Herrn Adelhardt für seinen Vortrag. Wir würden uns freuen, ihn bald wieder bei der rheinjug begrüßen zu dürfen.

Präsentation zum Download

PDF Die komplette Präsentation wurde uns freundlicherweise von Herrn Adelhardt als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt (Größe etwa 3 MB)