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Nachlese: Agile Entwicklungspraktiken in verteilter Entwicklung | Print |
Written by Michael Jastram   
Thursday, 10 October 2013 18:25
Gut 100 Besucher kamen an diesem Abend zur rheinjug, um Jutta Eckstein zu hören, die als Buchautorin und Keynote-Sprecherin inzwischen einen weiten Bekanntheitsgrad erreicht hat. Auch diesen Abend wurde wieder für die Kinderkrebsklinik gesammelt. Letzte Mal wurde ja speziell für Nicola gesammelt, für die die rheinjug die Spenden verdoppelt und großzügig auf €500 aufgerundet hat. Wir freuen uns, dass genug Spenden für Nicolas Krebstherapie zusammengekommen sind.

Jutta Eckstein begann, den Rahmen des Themas abzustecken. Denn "verteilte Teams" kann zweierlei bedeuteten: es können wirklich verteilte teams (distributed), oder verstreute (dispersed) Teams sein. Danach wurde dann auf die typischen Praktiken hingewiesen, wie Pair Programming, Testing, usw., sowie auf deren Mißverständnisse. Zum Beispiel ist Pair Programming nicht dafür gedacht, neue Mitarbeiter einzuarbeiten, sondern um Entwickler auf der selben Augenhöhe zusammenzubringen, um eine geimensame Kultur in der Entwicklung aufzubauen. Diese Praktiken wurden dann im Licht der verstreuten Entwicklung neu beleuchtet. Denn wenn sich die Mitglieder eines Teams nur selten sehen, dann sind diese Praktiken umso wichtiger.

Einen großen Unterschied in verstreuten Teams ist die Bedeutung von Akzeptanztests, denn diese eignen sich auch, um das System mit zu dokumentieren, da diese Tests konkrete Beispiele liefern. Dazu gab Jutta das Beispiel der Entwicklung eines Pay-TV-Systems in Indien, für einen Kunden in New York. Das Problem war, das zu dem Zeitpunkt, in Indien das Konzept des Pay-TVs sich überhaupt nichts vorstellen konnten. Das machte die Kommunikation schwierig. Die Inder haben Ihr Verständnis in der Form von ausführbaren Akzeptanztests dokumentiert, was es dem Kunden ermöglichte, das Verständnis der Entwickler zu kommentieren und zu korrigieren.

Collective Ownership ist auch schwieriger zu realisieren, wenn die Teams verteilt sind. Üblich in großen Teams ist eine exklusive Ownership für jedes Team, aber eine gemeinsame Ownership innerhalb eines Teams. Als Beispiel nannte Jutta hier wieder Indien, wo die Fluktuation von Mitarbeitern wesentlich größer ist als bswp. in Deutschland. Da kann es auch passieren, dass plötzlich das ganze Team weg ist, und das darf natürlich nicht passieren.

Refactoring sind auch kritisch, wenn sie globale Auswirkungen haben. Das kann dazu führen, dass größere Arbeiten denn am Wochenende oder sogar an Feiertagen durchgeführt werden müssen.

Zum Abschluss präsentierte Jutta noch die "Golden Rule", von einem Projekt von Joseph Pelrine: "At the end of a workday: all code is checked in; all tests run green; the build works; build time is < 10 minutes -- or you throw it all away". Sicherlich wahr für jedes agile Projekt, aber ganz besonders für verteilte.

Am Ende des Vortrags wurde Jutta Eckstein mit vielen Fragen bombardiert, und die Diskussionen gingen bei einem Bier noch eine ganze Weile weiter.