Nachlese Internet of Things | Print |
Written by Peter Stoffels   
Thursday, 23 May 2013 08:51
Die Rheinjug Veranstaltung vom 16.05.2013 behandelte das aktuell boomende Thema "Internet of Things". Den Vortrag vor über 100 Besuchern hielten Stefan Vaillant und André Eickler die sich seit 3 Jahren beruflich auf dieses Gebiet spezialisiert haben und für diesen Zweck eine Cloud- und Java-basierte Software-Plattform entwickeln. Heutzutage werden Geräte wie zum Beispiel Snackautomaten, Ferienwohnungen, EKG-Geräte, usw mit dem Internet verbunden um Daten von den Geräten zu erhalten und um diese fernsteuern oder fernwarten zu können. Also wurde der Vortrag auch damit begonnen, dass Internet of Things eigentlich die Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) meint.

Dabei sind jetzt schon Bekannte Anwendungsfälle, wie Car2GO oder DriveNow jedem Technikinteressierten und Autolosen schon ein Begriff. Um Beispiele zu nennen in welche Richtung die Entwicklung auch noch gehen könnte, nannten die Beiden Automaten, wie Beispielsweise Süßigkeitsautomaten, deren Wartung, Befüllung und Status über das Internet kontrolliert werden könnten und somit generell Arbeitsprozesse optimieren. Für die Verwaltung stände dann eine Plattform bereit, die alle Automaten zentral an einer Stelle verwaltet. Zudem bieten diese Technologien auch neue Möglichkeiten neue Services anzubieten. Im Beispiel mit den Süßigkeitautomaten ließe sich z.B. ein Bargeldloses Bezahlen der Ware über Smartphone einrichten. Dadurch wird deutlich, dass dem Ideen und Möglichkeitenreichtum keine Grenzen gesetzt sind.

Generell wird die Hardware und die Möglichkeit diese über das Internet kommunizieren zu lassen immer günstiger. Die Kommunikation erfolgt dabei über das Mobilfunknetz und einer im Gerät befindlichen SIM-Karte. Somit sind auch die Mobilfunkbetreiber aufgerufen ihre Services wiederum zu erweitern und auf diesen neuen Markt anzupassen.

Wie sieht nun die Hardware als solche aus? Im Vortrag wurden uns Geräte/ Platinen von Raspberry Pi und Arduino gezeigt. Diese können mit allen erdenklichen Sensoren ausgestattet werden. Mit „Ausstatten“ ist dann das einfache Anstecken an Ports gemeint und kein umständliches Anlöten. Diese Ports können mit Hilfe von JAVA-ME programmatisch angesprochen und ausgelesen werden. Auch das war Teil der Live-Demonstration, wo wir dann eine blinkende LED auf einer Raspberry Pi Platine bestaunen durften ;). Wenn gerade keine Harware zur Verfügung steht, lassen sich die Programme auch in Emulatoren testen.

Um spezifische Funktionen der Hardware nutzen zu können, werden dementsprechend auch APIs angeboten um z.B. mit SMS oder MMS zu interagieren. Generell sind die APIs von JAVA-ME noch sehr leichtgewichtigt, aber sollen in Zukunft durch Oracle erweitert, supported und ausgebaut werden.

Alles in Allem war dies ein sehr gelungener Vortrag, der auch durch die Livedemonstrationen sehr anschaulich wurde. Mit Sicherheit hat er den ein oder anderen motiviert seine Idee einmal technisch umzusetzen. Denn wie gesagt, den technischen Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt und wir werden mehr und mehr über diese Technologie im Alltag stolpern. Vielen Dank an Stefan Vaillant und André Eickler.